Nevado de Toluca (4691 m) - Gratwanderung auf den vierthöchsten Berg von Mexiko

Der ursprüngliche Name des Nevado de Toluca lautet Xinantécatl

Nevado de Toluca
Tour:
Gratwanderung auf den vierthöchsten Berg von Mexiko
Region / Gebiet:
Toluca (Mexiko)
Termin:
05.12.2013
Höhenmeter:
ca. 790 HM↑↓
Ereichte Höhe:
4691 m (15390 ft), Pico de Fraile
Routenlänge:
- Kilometer
Tourdauer:
5,5 Stunden
GPS-Koordinaten:
Nevado de Toluca (Pico de Fraile):
Breite: 19.09500° N
Länge: 100.7175° W
Anfahrt:
Von Toluca auf Hauptstraße Nr. 134, dann Nr. 10 in Richtung Nevado de Toluca. Der Beschilderung folgend wird der Eingang des Nationalparks erreicht. Von hier etwa 17 Km auf unbefestigter, mit normalem Pkw befahrbarer Straße bis zur Absperrung unterhalb des Kraterrandes fahren.

Nach oben 05.12.2013 - Am Krater des Nevado Toluca

Kraterboden Nach einer etwa 1 Stunde dauernden Anfahrt von unserem Hotel in Toluca erreichen meine Bergkamerad Heiko und ich den kleinen Parkplatz am Ende der Straße zum Nevado de Toluca. Auf stolze 4120 Meter mühte sich unser kleiner Mietwagen hoch, in den heimischen Alpen ein unmögliches Unterfangen.

Aufstieg Eine kleine Gruppe mexikanischer Sportstudenten nutzt den ehemals bis in den Krater hinein führenden Fahrweg zum Höhentraining. Wir wollten es etwas gemächlicher angehen: Vom Parkplatz geht ein guter Pfad direkt auf den hier nur etwa 100 Meter höher liegenden Kraterrand zu, den wir nach etwa Kletterstellen 20 Minuten erreichen. Wir blicken in den schönen, von 2 Seen bedeckten Kraterboden dieses Vulkans. Zwischen dem Lago de Luna und dem etwas größeren Lago de Sol befindet sich ein markanter Lavadom, welcher wie ein Sektkorken auf dem aus der Tiefe aufsteigenden Magmaschlot sitzt.

Wir steigen zum Kraterboden runter und queren diesen am Lavadom vorbei zur gegenüberliegenden Seite. Dort beginnt auf markantem Weg der Aufstieg zum südlichen Kraterrand und dem dort liegenden höchsten Punkt Pico de Fraile. Gleichmäßig steigen wir aufwärts, die Höhe Gipfelnadelg macht sich bemerkbar. Der Pfad wird schmaler und im Bereich des Kraterrandes felsiger. Wir erreichen den oberen Kraterrand, dessen Zinnen vielfach nur aus geschichtetem losen Blockwerk bestehen. Heiko folgt den sichtbaren Steigspuren und findet einen gut zu gehenden Weg Richtung Gipfel. Kraterinneres Mehrfach werden kleine Zinnen oder Vorgipfel überschritten oder umgangen, dann sehen wir den markanten Gipfelaufbau des Pico de Fraile. Nochmals steil auf teilweise lockeren Blockwerk steigend erreichen wir nach etwa 2 Stunden den kleinen Gipfel. Die Rundumsicht ist beeindruckend: Im Südosten sind die Stadtgebiete von Toluca zu sehen, im Nordwesten breitet sich eine bewaldete und kaum besiedelte Hügellandschaft aus. Die beiden noch vor etwa einer Stunde im Osten sichtbaren 5000er Popocatépetl und Izztacihuatl sind aufgrund aufkommender Quellwolken leider nicht mehr zu sehen.

Seeumrundung Da am Gipfel kaum Platz für eine Gipfelbrotzeit ist, geht es nach wenigen Minuten weiter. Wir überschreiten den Gipfel und steigen in wenigen Minuten in einen markanten Sattel im Gratverlauf ab. Interessant wäre von hier die Durchführung einer kompletten Überschreitung der Kraterrunde. Aufgrund nur unzureichender Informationen über die Anforderungen möglicher Kletterstellen verzichten wir auf diese Option. Nun steigen wir zügig über eine markante Schuttreise wieder zum Kraterboden hinunter. Im Uhrzeigersinn folgen wir einem schmalen Pfad am Ufer des Lago de Sol. Beide Seen im Krater des Nevado de Toluca werden durch die vulkanische Bodenaktivität noch so stark erwärmt, dass sie auch bei winterlichen Frostperioden nicht zufrieren.

Wir steigen im Südosten des Kraters wieder auf und erreichen auf der Kraterhöhe die am Morgen vom Parkplatz gewählte Aufstiegsroute. In wenigen Minuten erreichen wir nach dieser etwa 5 Stunden dauernden Tour unseren Mietwagen.

Anstrengung:
Mittelschwere Bergwanderung (Unwegsames Gelände, Orientierungsvermögen im Felsgelände erforderlich)
Ausrüstung:
  • Berg- oder Trekkingschuhe
  • Teleskopstöcke
  • Funktionsbekleidung mit Regenschutz
  • Kopfbedeckung, Sonnen- oder Gletscherbrille (100% UV-Filter)
  • Fleecejacke (mit Windstopper!)
  • Tages-Rucksack (ca. 35 Liter)
  • Sonnenschutzmittel
  • Karte, Kompaß, GPS-Gerät
Gefahren:
  • Verletzungsgefahr im unwegsamen Blockgelände
  • Orientierungsvermögen bei schlechter Sicht erforderlich!
Tipp:
-
Karte:
-

Letzte Aktualisierung am 11.11.2014 20:38:48 Uhr